Ostasien

Das Riesenland China erstreckt sich über diverse Klimazonen: vom winterkalten Nadelwaldklima bis zum tropischen Monsunklima. Jede Region ist ein Reiseziel für sich. Mit der rasanten Entwicklung Chinas werden viele Destinationen leichter erreichbar, gleichzeitig verschwinden aber zunehmend Elemente des „alten Chinas“ mit traditionellen Wohn- und Lebensformen.


Japan und Südkorea sind sichere Reiseländer mit meist guter Infrastruktur.

Nordkorea ist nach wie vor nur im Rahmen organisierter Touren bereisbar. Wer sich auf die extremen Limitationen einlässt, erhält faszinierende Einblicke in das am stärksten abgeschottete Land der Welt, obwohl man natürlich nur zu sehen bekommt was erwünscht ist.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Infrastruktur Japans entspricht selbstverständlich westlichem Standard. In Südkorea zumindest in den großen Städten ebenso.

In China kann – schon aus sprachlichen Gründen – ein medizinischer Notfall zur Herausforderung werden. Gut aufgehoben ist man in den großen Städten der Ostküste (Peking, Shanghai und Hongkong), die große Expat-Communities und viele internationale Krankenhäuser haben.

Medizinisches Problem in Nordkorea? – lieber nicht darüber nachdenken.

Für Reisen nach Japan und Südkorea sind die österreichischen Standardimpfungen ausreichend. Nur wer monatelang im Land ist und vor allem in ländlichen Regionen leben wird, sollte die Impfung gegen Japan Encephalitis überlegen.

China: geführte Touren, die zu den wesentlichen Sehenswürdigkeiten im Osten begleiten, benötigen zumeist keine speziellen Reiseimpfungen. Wichtig ist jedoch, sich des erheblichen Tollwutrisikos bewusst zu sein. Tollwutimmunglobulin (also die Notversorgung einer nicht geimpften Person im Fall eines Tierbisses) ist in verlässlicher Qualität nur in Hongkong erhältlich.
In der südlichen Hälfte des Landes ist die Japan Encephalitis verbreitet – bei längeren Reisen, vor allem im ländlichen China abseits der Ballungszentren – ist eine Impfung sicher sinnvoll.
Je einfachen und ländlicher die Reisebedingungen gewählt werden, desto höher ist auch das Typhusrisiko.

Konkrete Informationen über Krankheitsrisiken in Nordkorea stehen nicht zur Verfügung. Anhand der geographischen Lage und der Klimazone sowie der Armut der Landbevölkerung muss aber von einem Typhus-, Japan Encephalitis- und wahrscheinlich auch Tollwutrisiko ausgegangen werden. Allerdings bewegen sich Touristen in einer perfekt abgeschotteten Blase und haben keinen ungesteuerten Kontakt zur Bevölkerung.

Japan ist Malaria-frei.

Südkorea: minimales Risiko in den ländlichen nördlichen Regionen
Nordkorea: geringes Risiko im Süden entlang der demilitarisierten Zone

China: nur mehr geringes Risiko entlang der Grenze zu Myanmar und im Süden (Provinz Yunnan)

Nach den neuen Empfehlungen ist konsequenter Mückenschutz ausreichend – die Mitnahme eines Malaria-Notfallsmedikaments ist nicht erforderlich.

Für Japan und Südkorea sollte Ihre Reiseapotheke nicht umfangreicher sein, als bei innereuropäischen Reisen.

China: da die Verfügbarkeit westlicher Medikamente in vielen Gegenden nicht gegeben ist, sollten Präparate zur Linderung häufiger Reiseprobleme mitgenommen werden: Kopf- Hals- und Zahnschmerzen, Durchfall, Juckreiz nach Insektenstichen.

Wer viel wandert oder andere sportliche Aktivitäten plant, sollte auch kleine Verletzungen versorgen können.

Impfcheck spätestens 6 Wochen vor Abreise.

Installieren Sie eine ÜbersetzungsAPP, weder Chinesisch noch Japanisch lernt sich leicht und schnell. Die Qualität dieser Apps ist in den letzten Jahren viel besser geworden und selbst in abgelegenen Regionen Chinas ist das Smartphone allgegenwärtig. So weiß man nun tatsächlich oft, was man gerade gegessen hat.