Süd- und Südostasien

Eine riesige Region, die von den Bergregionen Pakistans, Nordindiens und Nepals bis zu den tropischen Regenwäldern Borneos und Papuas reicht.

Reisezeit

Da eine Trekkingtour in Nepal und ein Tauchurlaub in Raja Ampat nicht vergleichbar sind, kann auch die Frage nach der idealen Reisezeit nur in Zusammenhang mit der geplanten Reise beantwortet werden.

medizinische Versorgung

Einige städtische Regionen Indiens, Thailands, Indonesiens und der Philippinen verfügen über eine gute bis hervorragende medizinische Infrastruktur. Die ländlichen Gebiete aber haben kaum medizinische Einrichtungen, die westlichen Ansprüchen genügen.


Sicherheitslage

Große Länder wie Indien, Indonesien oder Myanmar beheimaten eine Vielzahl an Ethnien. Das Zusammenleben ist nicht immer reibungsfrei. Die aktuelle Sicherheitslage sollte kurz vor Abreise nochmals überprüft werden.

Da sowohl Tollwut als auch Japan Encephalitis in weiten Teilen der Region vorkommen, sollte eine erste Kontaktaufnahme mit der Reisemedizinerin Ihres Vertrauens zumindest 5 Wochen vor Abreise erfolgen. Je nach Reiseroute kann man die Notwendigkeit dieser Impfungen besprechen und hat – falls man sich dafür entscheidet – auf jeden Fall genügend Zeit zur Durchführung.

Typhusschutz ist in Südasien (Indien, Pakistan, Afghanistan, Bangladesch) ein Muss. Für die übrigen Länder hängt die Notwendigkeit vom hygienischen Standard der Reiseziele ab.

Nur Papua-Neuguinea und der indonesische Teil der Insel, Westneuguinea oder Irian Jaya, sind noch Malaria-Hochrisikogebiete, für die eine vorbeugende, kontinuierliche Einnahme von Malariamedikamenten empfohlen ist.

In der übrigen Region ist die Erkrankung stark zurückgegangen, hier ist die Mitnahme einer Malaria-Notfallsmedikation ausreichend. Die Symptome der Erkrankung und das Vorgehen im Verdachtsfall müssen Sie aber genau besprechen.

Einige Destinationen waren in der Bekämpfung der Erkrankung so erfolgreich, dass sie als Malaria-frei bezeichnet werden können.

Solange Sie sich im Einzugsbereich medizinsch gut versorgter Städte befinden, soll die persönliche Reiseapotheke nur die Dinge enthalten, die Sie auch auf eine Reise innerhalb Europas mitnehmen würden. Lediglich die Symptome eines Reisedurchfalls sollte man zusätzlich bedenken.

Für Reisen in abgelegenere Gebiete oder Trekking- und Bergtouren sollte eine Notversorgung von Schmerzen, Durchfällen, Atemwegsinfektionen und Wunden möglich sein.

Zudem müssen Sie natürlich eine ausreichende Menge der Medikamente mitführen, die Sie regelmäßig einnehmen müssen. Bei langen Reisen müssen Sie das unter Umständen bewilligen lassen, denken Sie rechtzeitig daran.

Viele Gebiete liegen im tropischen Klima mit feucht-heißem Wetter. Besorgen Sie rechtzeitig adäquate Kleidung, leicht und luftig. Dies ist vor allem im Winter schwierig, da die Geschäfte voller Lodenmäntel und Wollhauben sind. Einige Länder der Region sind muslimisch geprägt, Hotpants und Shirts mit Spaghettiträgern werden nicht gerne gesehen.

Überprüfen Sie Ihre Reiseapotheke – sind die Medikamente noch aktuell? Ist etwas abgelaufen?

Impfungen planen, Malariamedikamente besorgen.

Wenn Sie Ihre Reise selbst planen und zusammenstellen: denken Sie an eventuell nötige Visas oder Permits für bestimmte Regionen.