Südamerika

Vom dichten tropischen Dschungel in Brasilien, Peru oder den Guyanas, über die beeindruckende Bergwelt des Andenhauptkamms bis zu den endlosen Weiten Patagoniens – Südamerika hat für alle etwas zu bieten.


Die Sicherheitslage ändert sich teilweise rasch, rund um Wahltermine ist generell Vorsicht geboten. In großen Städten wie La Paz, Lima, Bogota und den brasilianischen Metropolen erkundigt man sich am besten vor Ort, welche Gegenden besser gemieden werden sollten.
Am Land erlebt man meist eine freundliche und hilfsbereite Bevölkerung, ein paar Brocken Spanisch respektive Portugiesisch sind immer hilfreich.

Erkrankungen

Da neben den durch Impfungen oder Medikamente verhinderbaren Erkrankung noch einige – vor allem durch Insekten übertragene – Infektionserreger vorkommen, ist ein konsequenter Schutz vor stechenden, saugenden und beißenden Plagegeistern wichtig.

Je nach Jahreszeit kann vor allem an der Karibikküste Denguefieber in epidemischen Ausmaßen auftreten.

Einige Sehenswürdigkeiten und Städte liegen auf Höhen über 2000 Meter liegen, ist das Thema Höhenkrankheit nicht nur für Bergsteiger sondern auch für Kulturtouristen relevant.

Alle Länder des Subkontinents außer Chile und Uruguay liegen zumindest teilweise im Gelbfieberverbreitungsgebiet. Anhand der geplanten Reiseroute können wir festlegen, ob eine Gelbfieberimpfung für Sie nötig oder sogar vorgeschrieben ist.

Eine Typhusimpfung ist für die meisten Reisenden in ländliche Regionen empfohlen.

Tollwut-Immunglobulin ist nur sporadisch erhältlich, vor allem für Wander- und Individualreisen abseits der touristischen Infrastruktur und Verkehrsverbindungen ist daher eine Tollwut-Impfung sinnvoll.

Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay sind Malaria-frei.

In den übrigen Ländern ist die Erkrankung auf die Landesteile beschränkt, die Teil des Amazonastieflandes sind. Ein geringes Risiko wird auch für die Westküste Kolumbiens beschrieben.
Für die meisten Gegenden ist ein konsequenter Mückenschutz, eventuell in Kombination mit Malaria-Notfallsmedikation, ausreichend.
Für abgelegene Amazonasregionen Brasiliens und der angrenzenden Länder (Peru, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Französisch Guyana) ist eine Dauerprophylaxe sinnvoll.

Außerhalb der Großstädte und insbesondere in den Andenregionen ist Durchfall ein häufiges Problem.
Falls die Reise in die Bergregionen der Anden führt, sollten Sie die Symptome der Höhenkrankheit kennen und bei entsprechender Empfindlichkeit auch Medikamente zur Selbstbehandlung mitnehmen.
Lange Trekkingtouren in den wunderschönen Berglandschaften Perus oder Kolumbiens führen oft tagelang weg aus der Zivilisation. Die Reiseapotheke für solche Unternehmungen muss etwas ausgedehnter sein.

Impfcheck spätestens 6 Wochen vor Reiseantritt.
Die Gelbfieberimpfung ist eine Lebendimpfung, die unter manchen Medikamenten nicht verabreicht werden darf und auch in der Schwangerschaft kontraindiziert ist. Erkundigen Sie sich rechtzeitig.
Falls Destinationen in den Anden auf Ihrer Wunschliste stehen, besprechen Sie die geplante Reiseroute idealerweise mit einer Reisemediziner*in, die höhenmedizinisch versiert ist. Oft kann eine kleine Adaptierung der Route das Risiko einer Höhenkrankheit deutlich senken.