Europa

Auch wenn unser Kontinent keine „tropischen“ Krankheitsrisiken beherbergt, sind die heimischen Erkrankungen sehr ungleich verteilt.

Eine uns Österreichern vertraute Erkrankungen, die FSME, hat ein relativ umschriebenes Verbreitungsgebiet, das von Ostfrankreich, über Österreich, Deutschland, Tschechien und das Baltikum bis weit nach Russland reicht.

Meningokokkeninfektionen traten historisch vor allem in Großbritannien, Irland, Griechenland und Frankreich gehäuft auf. Nationale Kinderimpfprogramme verändern diese Verteilung jedoch zunehmend.

Im südlichen Europa haben sich in den letzten Jahren immer wieder tropische Mücken-übertragene Erkrankungen (Dengue, Chikungunya, Zika) in den Sommermonaten etablieren können. Den Winter bei uns überstehen sie jedoch nicht. Epidemien entstehen daher immer nur ausgehend Reiserückkehrern, die die Viren unwissentlich mitbringen.


Reisezeit

Europa bietet Möglichkeiten für alle Jahreszeiten. Schiurlaube, Städte- und Kulturtrips, sommerliche Wanderurlaube, Badeseen und Meeresküsten.

Sicherheitslage

Allgemein gut. Bei Reisen mit dem Auto empfiehlt es sich aber, keine Gepäcksstücke oder gar wertvolle Gegenstände wie Kameras sichtbar im Auto zu lassen.

Die nationalen Impfpläne innerhalb Europas sind im wesentlichen sehr ähnlich. Unsere Standardimpfungen sind eine gute, ausreichende Basis für Reisen innerhalb unseres Kontinents.

Die Erkrankung war bis ins 19. Jahrhundert in Europa heimisch. Trockenlegung von Sümpfen, Verbesserung der Lebensbedingungen und das für den Krankheitserreger nicht ideale Klima haben zum Verschwinden beigetragen. Mückenarten, die zur Übertragung von Malaria fähig sind, sind jedoch in Europa durchaus heimisch. Eine Wiedereinschleppung wäre daher denkbar. Für eine echte Wiederetablierung müssten aber viele verschiedene Faktoren versagen, die Wahrscheinlichkeit ist SEHR gering.

Medikamente können in den unterschiedlichen Ländern Europas unter verschiedenen Namen vermarktet werden. Notieren Sie sich sicherheitshalber auch die Inhaltsstoffe und Dosierungen Ihrer täglichen Medikamente, so dass Sie Präparate, die Sie unerwartet unterwegs nachkaufen müssen, auch unter anderem Namen erkennen.

Mit Ausnahme ausgedehnter Wanderreisen oder wilder Sportunternehmungen müssen Sie in Europa keine medizinischen Vorbereitungen treffen.

Menschen mit Vorerkrankungen und chronischen Gesundheitsproblemen, die sich eventuell während einer Reise verschlechtern können, sollten wenn möglich einen Arztbrief in englischer Sprache mitnehmen, damit Ärzt*innen im Notfall Bescheid wissen.